RC Flight News 2015 (Restart after 60 Years)

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Die Beschäftigung mit dem sehr aktuellen Drohnenthema hat mich auch wieder an meine jugendliche Fesselflugzeit erinnert. Ich habe mir kürzlich einen PC-Modellflugsimulator (Real Flight) zugelegt und derart viel Spaß daran gefunden, dass ich mir im März ein flugfertiges RC-Flugmodell (Switch) bei FreakWare bestellt habe (nie wieder – in meinem Fall keinerlei Kundenorientierung im Reklamationsprozeß).
RC steht für Radio Controlled = funkferngesteuert. Ein nicht ganz billiges Hobby für die Jugend. 

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Komplett flugfertig (RTF=Ready to Fly), wie vor- und nachstehend dargestellt, muss man 206,90 € berappen.

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Mit dieser Buddy Box Function (oben u. unten), kann man gut eine Lehrer/Schüler Steuerung herstellen.


Zuvor bin ich schon mehrmals auf dem Flugfeld des Modellflugvereins Böblingen e.V. (http://www.mfv-bb.de), dicht an der Autobahnausfahrt Hildrizhausen, aufgeschlagen, um dem Modellflugbetrieb zuzuschauen:

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….. hier werde ich in Kürze als Gastpilot fliegen,
sofern mein Modellflugzeug Switch endlich eintrifft,
es ist seit  dem 2. März bei DHL verschollen.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Freitag, der 13. März wird zu meinem Glückstag, das Modellflugzeug trifft ein. 90 Minuten später ist es flugfertig montiert und justiert. Der Jungfernflug am Tag darauf bei 3 Bft. gelang mit vor Aufregung zittrigen Händen. An der Trimmung muss ich noch arbeiten. Der Flieger hatte schwere Schlagseite, die kaum zu beherrschen war. Hätte ich keine Simulatorpraxis, wäre das wohl restlos schief gegangen.

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Das ist die Phase I meines wiedererweckten Hobbys,
natürlich mit besonderem Haftpflicht-Versicherungsschutz.


Phase II
soll dann der Flugbetrieb mit einem Slowflyer / Parkflyer  (man spricht Englisch) aus dem Material EPP werden (sh. nachstehendes Bild, hoch elastisch und nahezu unzerbrechlich):

gpma1275%20(1)….. der Flügel springt wieder in seine ursprüngliche Form zurück, wenn man
loslässt. EPP ist hart im Nehmen und nachgiebig zu Modellflugpiloten.

EPP (Expandiertes Poly Propylen) ist ein Kunststoffschaum, welcher ursprünglich in der Automobilindustrie eingesetzt wurde. Wie bei vielen Kunststoffen ist Rohöl das Ausgangsmaterial für EPP. Es ist zäh und hoch elastisch und wird oft auch als Verpackungsmaterial für wertvolle Geräte verwendet. Es sieht dem Styropor ähnlich, kann im Gegensatz dazu aber extrem verformt werden.

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3D-Slowflyer aus 10 mm EPP, als Outdoor Parkflyer (üblicherweise mit Flügelspannweiten ab 800 mm bis 1200 mm, mit einem Fluggewicht von >300 bis 1000 g.)  – hier unten fliege ich am 28. Februar im Simulatorbetrieb. Ich übe fleißig und traue mir inzwischen meinen Maiden-Flight (Jungfernflug)  im Trainings-Mode zu.
3D klappt nach 14 Tagen erst ansatzweise und noch keineswegs beliebig wiederholbar.

 

….. mein tägliches Slowfly Training – alles ist heil geblieben.

…..

….. und so sieht das aus,
wenn Könner an den Steuerknüppeln werkeln:

https://www.youtube.com/user/jupeut/videos 

Für den Indooreinsatz (Shockflyer) nimmt man Modelle mit kleineren Flügelspannen (500 bis 800 mm), gebaut aus 5 mm EPP, etwas schwächeren Motoren und kleineren Batterien, alles um Gewicht zu sparen. Indoormodelle wiegen flugfertig selten mehr als 150 bis 300 g.


Nicht nur mit den superleichten EPP-Modellen kann man tolle Kunstflugfiguren fliegen, sofern man die doch etwas komplizierteren Steuerknüppelbewegungen beherrscht. Dieser Kunstflugstil wird auch 3D-Aerobatics genannt, alle Manöver werden immer nahe an der Strömungsabrißkante – im Slowfly Mode – geflogen.

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Mal sehen, ob ich meine männlichen Nachkommen auch für dieses Hobby interessieren kann – sicherlich. Ich bin total entflammt.


Phase III
 wird dann vielleicht noch die Anschaffung einer einfachen und damit preiswerten Drohne mit Action Cam:

Schon für knapp 100 € ist man flugfertig (RTF) dabei: www.70cm-Spy-Cam-Quadrocopter

Diese leichtgewichtigen Drohnen sind eher etwas für den Indoorbetrieb, da sie nicht sonderlich viel Wind abkönnen.

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….. die Einsteigerklasse (Hobbykreisliga) wird von Parrot beherrscht (http://www.parrot.com/de/) und darunter ist z.B.
eine preiswerte Mobius Action Cam installiert (https://www.mobius-actioncam.com/)

2015-03-09_142234….. ab 299 €


Flame-Wheel-Landing-Gear1von 500 bis 1.500 €, je nach Ausstattung

….. die Amateuroberliga wird von DJI dominiert (http://www.dji.com)
und neuerdings auch von Parrot

2015-03-09_110034….. ab 499 € / 899 € wie abgebildet


….. die Semi-Profiliga, auch hier spielt DJI eine gewichtige Rolle

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….. DJI Inspire 1 kostet mit Dual Remote System  3.599 € (03/2015)

SkyhawkRC-F900-Octocopter-kit-professional-drones-UFO-UAV-multirotor-aerial-filming-equipment-project-photography-Aircraft-toys….. um 10.000 € (in der Profi-Carbon-Liga)

In der Profioberliga werden die Beträge schnell 5-stellig und sind für Privatpersonen kaum noch bezahlbar – Ausnahmen bestätigen hier nicht die Regel.

….. bitte unbedingt den langen Kommentar
zum Video auf YouTube  lesen! Ein Plädoyer der Vernunft.

Die Drohnenfliegerei ist in 2014 ganz schön in Verruf geraten, weil sich berechtigterweise viele Menschen durch die mit Action Cams bestückten Drohnen in ihrer Privatsphäre beeinträchtigt sehen oder sogar kriminelle Aktionen gestartet wurden (z.B. Drogenschmuggel). Dieses Hobby wird wohl bald von vielen Vorschriften begleitet werden.

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DALLI  KLICK!!!

Der Drohnenaufsatz à la Millennium Falcon ist aus dem Werkstoff  XPS (Markenname Depron), ähnlich EPP, nur nicht so flexibel.

Auto- und Schiffsmodelle interessieren mich nicht sonderlich, da fehlt mir der Spaßfaktor der 3. Dimension.

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