Raster Charts

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Raster Charts sind eine digitale Kopie der Papierseekarten 1:1. Man hat also kaum Umstellungsschwierigkeiten in der Benutzung, es sei denn, in der Bedienung des gewählten Navigationsprogramms.

Mit der Digitalisierung der Papierseekarten mittels eines Flachbettscanners, zu relativ moderaten Kosten, begann der Siegeszug der elektronischen Navigation auf Sportbooten. Dann müssen die Karten noch gerastert, d.h. georeferenziert werden.

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Die amerikanische Firma BSB, die später in 1997 von der Firma Maptech aufgekauft wurde, hatte für 15 Jahre (1990 –2005) das weltweite Patent  für die Digitalisierung der Papierseekaten der USA. Seitdem dieses Patent ausgelaufen ist, stehen die digitalen Seekarten aller (!) US Amerikanischen Gewässer frei für Jedermann im Internet, immer aktuell, kostenlos zum Download zur Verfügung, da dieser Dienst aus Steuermitteln finanziert wird (sh. weit unten auf dieser Page).

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….. etwas schlicht, aber völlig ausreichend für die sichere Schiffsführung

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The former BSB Electronic Charts Company was a partnership of the
Better Boating Association, the James

Sewall Company of Old Town Maine and
Blue Marble Graphics of Gardiner Maine,
since 1990.

Ich habe einst Monate gebraucht, um diese Info aus den Tiefen des Internets hervorzuholen. Selbst die Fa. Maptech, die BSB in 1997 aufgekauft hatte, konnte mir die diesbezügliche Frage, nach der Bedeutung dieser 3 Buchstaben, nicht beantworten.

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In Deutschland ist u. a. die Firma Nautische Veröffentlichungen eine sehr gute Adresse für Rasterseekarten:

Der NV-Verlag war immer meine erste Anlaufstelle.

CompassCayNV

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Delius & Klasing (Geo-Hydro Verlag Schleswig)

http://www.delius-klasing.de/sportbootkarten/digitale-sportbootkarten

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British ARCS (bekommen von mir den Raster Chart Schönheitspreis)
http://www.ukho.gov.uk/PRODUCTSANDSERVICES/ELECTRONICCHARTS/Pages/ARCS.aspx

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….. MapMedia (France)  http://www.mapmedia.com/

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MapMedia web text image header (1)

MAPMEDIA-000000571-HD

            Vector   based on C-MAP           vs.                         Raster

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Als Mitte der 90er Jahre der Bestand an käuflichen Raster Charts noch sehr begrenzt war, habe ich meine Papierseekarten mit einem DIN A4 Scanner eingescanned und anschließend mit einem Georeferenzierungsprogramm ‘eingemessen’ (gerastert). Das war, wegen der Din-A4 Beschränkung meines Scanners, sehr aufwendig, und ich war froh, dass man dann doch sehr schnell für alle gängigen Seegebiete die Rasterseekarten nach dem BSB-Standard käuflich erwerben konnte. Für den Scan einer einzigen Din-A1 Seekarte am Stück, wollte mein Copyshop immer 100 DM haben. Das habe ich nur einmal für unseren Irlandtörn von Dingle nach Kisale im Jahr 2000 gemacht, weil es für dieses Revier noch keine digitale Seekarte gab. Die Datei war hochauflösend und 60 MB ‘dick’. Mein Notebook machte entsprechend dicke Backen; alles lief noch gerade ruckelfrei und hochpräziese, weil ich mir bei der Kalibrierung sehr viel Mühe gegeben hatte.

Raster Charts, im weltweiten BSB-Standard, benutze ich seit 1994 auf meinem Navigationsnote- bzw. -netbook, PDA, sowie Smartphone & Tablet. Nie hatte ich eine Fehlfunktion zu beklagen. FOOLPROOF (narrensicher) nenne ich so etwas.

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….. hier auf 10.1″ Netbook ASUS EeePC mit NV Chart Navigator im Splitscreen mit simultaner Luftaufnahme.

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….. hier mit Fugawi SW und Splitscreen mit Google Earth

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….. hier mit British Admiralty Raster Chart

Leider gibt es keine ARC-Karten von der Ostsee, doch die NV-Charts sind nahezu ebenbürtig. Alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Ich hatte die NV Charts (Papier und digital) 14 Jahre in Folge in Benutzung – FOOLPROOF

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Mein Raster Chart Bestand (blaue Umrandungen):

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Alle US-Raster-Charts kann man sich bei NOAA anschauen und kostenlos downloaden:

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GEOGARAGE erweitert das jetzt um außeramerikanische Reviere:

Hier zwei kleine Tutorials, wie man GEOGARAGE bedient:

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