HW News 2014/15

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Wer sich mit der eNav beschäftigt, der muss sich Gedanken darüber machen, auf welchem Gerät (oder Geräten) er die ‘Visual Navigation’ darstellen möchte. In der Regel Tablet, Smartphone, windowsbasiertes Notebook oder gar auf einem teuren Chartplotter.  Bei Tablet bzw. Smartphone muss sich der Anwender zuvor im Klaren sein, welches Betriebssystem (in Abhängigkeit der APPs) er nutzen möchte: Apple iOS, Android oder Windows Phone. Wer ein Windows basiertes Notebook nutzen will, muss aufpassen, ob seine Navigationssoftware kompatibel zu seiner Windows-Version ist. Beim Chartplotter braucht man sich um Betriebssysteme keine Gedanken zu machen, sondern man muss sich zuvor für einen digitalen Seekartenanbieter entscheiden (z.B. Navionics, C-MAP, Garmin, NV etc.). Alles nicht so einfach, wie es oberflächlich vielleicht scheint.

Meine Empfehlung lautet: Immer erst die Softwareentscheidung für die eNav treffen und dazu passend die Hardware anschaffen.

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Die Hardware News enthalten diesmal auch meine

kleine nostalgische Reminiszenz an 20 Jahre eNav.

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Von wegen der PC ist tot und die PCMasterrace vom Aussterben bedroht. Gartner-Marktforscher Ranjit Atwal hat sich für The Channel die neuesten PCVerkaufszahlen angeschaut. Sein Fazit: Seit Q4 2014 stiegen die PC-Verkäufe um ein Prozent auf 83,7 Millionen Einheiten an, nachdem Verkäufer und Distributoren eine Rückkehr des PCs auf die Wunschlisten der Konsumenten erwarten. Der Einfluss der Tablets schwinde, sagt Atwal, trotz hoher Penetranz.
“Der PC-Markt war nie tot,” sagt der Experte. “Aber er verringerte sich auf etwas weniger Nutzer, die aber engagierter sind.” Will heißen: Nur noch Nerds kaufen sich ständig neue PCs und neue Hardware. Warum auch: Aktuelle Geräte sind mehr als leistungsfähig genug für alle Normalanwender und selbst Hardcore-Zocker kommen mit jahrealten Maschinen noch ganz gut zurecht. 

Ich betone ja immer wieder, dass man für die elektronische Navigation auch mit älterer Hardware gut zurechtkommt. Sowohl bei den PCs (Notebooks) als auch bei den smarten Geräten (Smartphones und Tablets).

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Der Hardwaremarkt hat uns die vergangenen 20 Jahre mit Neuheiten für die eNav nur so überschüttet. Jeder Anwender hat inzwischen etwas Bezahlbares gefunden. Die Smartphone- und Tabletwelle hat die entsprechenden Hardwarepreise nur so purzeln lassen.

gps45AnltgD1994 – Garmin 45, mein allererster GPS-Empfänger,
den ich heute noch als Notfallgerät mit an Bord führe.

Sony UX-90S_1024x765_klein_BlackDas war 2004 meine Photomontage auf einem 4.3″ Sony UMPC (Ultra Mobile Personal Computer), für den man dann in 2005 rd. 2.600 € über den Ladentisch reichen musste. Ich konnte mir das gerade noch so verkneifen (). Das Gerät wurde auch sehr schnell wieder aus den Verkaufsregalen genommen und tauchte dann nur noch einmal 2008 als technisches Gadget in dem James Bond Film ‘Ein Quantum Trost’ auf.
Das Bild der obigen Photomontage ist ein Screenshot meines Notebooks, denn ich habe so, im Splitscreenmodus, einige Jahre auf der Ostsee und auf Chartertörns navigiert. Ich habe manchmal bis zu 5 Anwendungen parallel gefahren. Dazu benutzte ich einen virtuellen Splitter für das GPS-Signal.

2013-12-17_170752Ab Windstärke 5 Bft. wurden Sicherheitsgurte angelegt,
auch beim Notebook. Nie ging eine Festplatte in die Knie.

    20 Jahre lang habe ich störungsfrei auf  Notebooks navigiert!

Mein erstes Notebook von 1994 würde heute noch technisch völlig ausreichend für die eNav sein.

….. mein derzeitiges Navigations-Equipment:

SmartEquipment_image002Medion 10″ Lifetab /  Samsung Galaxy 7″ Tab / Samsung Galaxy 4.8″ S III

2010 – meine endgültige Hinwendung zu den smarten Geräten
– einfacher geht’s nimmer –

20130429_113746Samsung Galaxy 7″ Tab auf meinem Boot am Bodensee;
schon damit ist man Binnen overequipped.

Natürlich habe ich zwischen 1994 bis 2009 auch mehrere, für meine Verhältnisse sündhaft teure, Kartenplotter auf der Ostsee eingesetzt:

P1000702a– z.B. RAYMARINE E80 –

An den insgesamt preiswerten Smartphones & Tablets, sowie deren APPs, kommt heute niemand mehr vorbei – Navigation aus der Hosentasche.

Fast alle meine maritimen Navigationsträume
sind wahr geworden.

Bin gespannt welche Überraschungen/Neuheiten noch auf uns zukommen werden.

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Ich bin mit meinen Geräten von 2010 schon wieder hoffnungslos veraltet, doch für die visuelle Navigation sind sie noch up-to-date. Die eNav erfordert keine State Of The Art Geräte; die Mittelklasse tut es vollkommen.
Selbst Low-End-Geräte taugen zur eNav. Dennoch würde ich von dieser Geräteklasse abraten, weil meist die Bildschirmauflösung und die Prozessorgeschwindigkeit unseren verwöhnten Qualitätsansprüchen nicht genügen.
Die Geräte von Medion (Aldi), ich habe mit ihnen gute langjährige Erfahrungen gemacht, sind ein guter Kompromiss, nicht nur für die maritime Navigation.
z.B.

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MEDION ist eine Tochtergesellschaft von LENOVO

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Medion bietet auch ein 10 Zoll Gerät an,
das vergleichbaren Qualitätsmaßstäben genügt:

25,7 cm (10,1″) MEDION® LIFETAB® S10345 (MD 99042)
10.1″ Full HD-Multitouch-Display (1.920 x 1.200 Pixel) mit IPS-Technologie, Android™ 4.4 KitKat®,  Intel® Atom™ Prozessor Z3735F (bis zu 1.83 GHz), 5 MP Digitalkamera & 2 MP Frontkamera, 32 GB interner Speicher (erweiterbar um Speicherkarte mit bis zu 128 GB), 2 GB RAM, GPS, Infrarot-Funktion, hochwertiges Metallgehäuse, bis zu 10 Std. Akkulaufzeit (!), inkl. Tablet-Aufsteller.

Das Tablet ist ein reines WLAN Modell! Es hat keine Mobilfunkanbindung (3G/UMTS), ist aber trotzdem mit einem GPS Modul ausgestattet, also bestens gerüstet für die eNav.

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Auch die Chinesen bieten immer wieder taugliche Geräte an, mit denen es sich gut navigieren läßt. Heute will ich einmal drei Anbieter ( ZTE, HUAWEI, MI) dieser Phablets vorstellen,

das 5.7″ ZTE zmax:

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Inzwischen gibt es auch noch das neue  5.5″ Flaggschiff ZTE Nubia Z7 

Schön, mächtig, günstig, chinesisch!

Kommen in einem Smartphone all diese Attribute zusammen, stehen die Chancen dieser Tage nicht schlecht, dass es aus China kommt. Das Nubia Z7 ist einer dieser Fälle, die uns immer wieder dankbar dafür sein lassen, dass es die Chinesen gibt.Das Z7 nimmt keine Gefangenen, die verbaute Hardware kann es mit praktisch jedem aktuellen High-End-Smartphone aufnehmen.Das 5,5-Zoll-Display löst in QHD auf, also mit 2.560 x 1.440 Pixel. Der Snapdragon 801 wird von 3 GB Ram begleitet. Zuzsätzlich kommt eine 13-MP-Kamera mit einem Exmor-RS-Sensor von Sony und einem dualen LED-Blitz à la iPhone 5s zum Einsatz. Videos können in 4K und 120-fps-Slow-Motion aufgenommen werden. Der interne Speicher liegt bei 32 GB, ist aber via microSD erweiterbar. Der Akku hat ein Volumen von 3.000 mAh, und – hier kommt’s – zwei SIM-Karten werden unterstützt. Das Ganze soll etwa 550 Dollar kosten, also um die 400 Euro.

Der Haken folgt auf dem Fuße, denn es ist fraglich, dass das Nubia Z7 nach Europa kommen wird. Wie immer bleibt aber die erfreuliche Feststellung, dass China sich zunehmend zum Ursprung äußerst spannender Smartphones entwickelt. Und ZTE ist kein unbeschriebenes Blatt. Wer in China derart groß ist, wird früher oder später an breiter Front global expandieren. Es ist nur eine Frage der Zeit.


….. und das 5.5″ HUAWEI Honor 6 Plus:

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Doppeltest: iPhone 6 Plus & 6″ Huawei Ascend Mate 7



…..  und das Xiaomi MI Note Pro mischt auch noch beim chinesischen Roulette mit:

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Phablets, mit ihren knapp 6″ Bildschirmdiagonalen, bieten sich als guter Kompromiss an, wenn man nur ein(!) smartes Gerät anschaffen möchte.

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http://www.n-tv.de/ratgeber/Sendungen/Die-besten-Phablets-article14304026.html

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Einziges Manko:

Die Geräte (Phablets) aus Fernost sind in Deutschland

nur schwer oder gar nicht erhältlich.

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Let’s go to CES 2015

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LasVegasTechnologyJanuary2015
Vom 6. bis 9. Januar werden die Neuheiten der elektronischen Massenware in Las Vegas auf der CES (Consumer Electronics Show) vorgestellt – ich werde mich virtuell auf den Rundgang begeben und berichten. Ich erwarte keine Sensationen für die eNav.

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Der Wettbewerb der Hersteller und Betriebssysteme wird
nach wie vor von Apple (l.) und Samsung (r.) dominiert.

Sie definieren den High-End-Standard der Massenprodukte.

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Ob man nun ein Apple-Jünger ist oder sich Android verschrieben hat, in beiden Lagern gibt es Top Modelle.
Bei APPLE das 9.7″ Tablet iPad Air 2, das 5.5″ Phablet iPhone 6 Plus und das 4.7″ iPhone 6.
In der Androidwelt doniniert SAMSUNG mit seinem 10.5″ Tablet Galaxy Tab S, dem 5.7″ Phablet Galaxy Note 4 und dem 5.1″ Galaxy S VI, das im Feb. erscheinen soll.

Ein Phablet ist ein ‘Zwitter’ aus Tablet und Phone, was die Bildschirmgröße von knapp 6″ angeht.

Es etablieren sich immer mehr 8″-Geräte, die sich auch für die eNav anbieten. Letztlich ist die Bildschirmgröße eine Sache des persönlichen Geschmacks. Meine Devise lautet: Je größer, umso besser.

Frei nach dem Motto der IBM:  THINK BIG.

Der Fachausdruck hierzu lautet Form Factor:

S

Die simple Erklärung lautet: Je größer der Bildschirm, desto größer ist die Übersichtlichkeit, z.B. auf einer digitalen Seekarte, und das ist auf Küstenrevieren wichtig.

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Das angekündigte 5.6″ Samsung Galaxy Edge dürfte eines der Smartphone Highlights der CES werden:

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Die Bildschirmauflösung (Resolution) der neuesten High-End-Geräte ist atemberaubend.

z.B. GALAXY Note Edge:
Auflösung Quad HD+ (2.560 x [1.440+160 für den Rand/Edge] Pixel)


High-End hat natürlich auch seinen Preis. Das Samsung Galaxy Edge kann man für 899 € vorbestellen – also nichts für Otto-Normalverbraucher, es sei denn, im Rahmen eines 2-Jahres Mobilfunkvertrages.

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Auch das 8″ DELL Venue entpuppt sich auf der CES als Hingucker:

8″ ist auch eine sehr geeignete Bildschirmdiagonale für die elektronische Navigation, sozusagen der Kompromiss zwischen >5″ und 10″. Ich plädiere jedoch zur Größe, auch ein 15.6″ Tablet würde mein Wohlwollen zur eNav finden, da sich darauf ein größerer Ausschnitt der Seekarte darstellen läßt. 

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Wer hätte das gedacht, die Fa. MEDION auf der CES 2015 anzutreffen. Da LENOVO die Muttergesellschaft ist, ist es vielleicht doch kein Wunder!

ces-medion-akoya-s1219t-2-in-1-tablet   (dalli klick)

……. und hier kommt LENOVOs 10″ Tablet  (dalli klick),
natürlich mit besseren Specs.

Ich finde, das war ein schlauer Schachzug von LENOVO, sich MEDION einzuverleiben. So kann man seine Bauteile der vergangenen Generation noch verbauen und absetzen.

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Wer mich kennt, der weiß, dass ich mir schon immer eine Videobrille für die mobilen Geräte wünsche. Nach 2014 erscheint auch zur diesjährigen CES die (für mich noch zu teure) Videobrille von AVEGANT:

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….. Snoop Dogg versteht mich

Eine solche Videobrille wäre eine tolle Ergänzung nicht nur für die eNav, denn egal ob 5″, 7″ oder 10″ Bildschirmdiagonale, alles ist immer irgendwie, abhängig vom Einsatzgebiet, etwas zu klein.

GLYPH_main-12_00002.…. genau mein Ding!

Aber ich bin (noch) nicht bereit, dafür 600 US$ auszugeben.

Mit einer Videobrille dieses Typs hat man den Eindruck eines TV-Bildschirms mit einer Diagonalen von rd. 2 m aus ca. 3 m Abstand, also ein gigantisches Gesichtsfeld. Selbst am Laptop noch eine sinnvolle Ergänzung. Endlich kann man auch im hellen Sonnenlicht den Bildschirminhalt klar erkennen – mein größter Kritikpunkt an den mobilen Geräten.

Ein MUST HAVE, dann bräuchte ich auch kein 15.6″ Tablet!

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Ich hatte bereits 1998 eine Videobrille von SONY, für damals utopische 2.100 DM, testweise vor den Augen und konnte meine Begeisterung kaum zügeln, allein mir fehlte das frei verfügbare Geld für eine derartige Anschaffung. Wie sage ich doch immer: Für 200 € bin ich dabei.

Nun geht SONY erneut an den Start:

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Auch als Modell Ski oder Schlechtwetter (foul weather) beim Ocean Racing

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….. aber das kennen wir ja bereits von der Fa. VUZIX aus dem letzten Jahr:

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Preis: 400 bis 550 US$ (ohne Skihaserl)

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Projektor und Internet Access Point für bis zu 8 Geräten:

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Das Gerät weckt mein Interesse, nur kommt es für mich um Jahre zu spät. Ich finde es ist ideal, um Präsentationen im kleinen Kreis abzuhalten, z.B. meine Seminare. (dalli klick) zur Page von  

ZTE spro 2   Smart Projector

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….. nur für CES-Süchtige:

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End of CES 2015

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