Celestial (ASTRO) Navigation

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So interessant und leicht verständlich können Naturwissenschaften sein.

Hier die antike Berechnung des Erdumfangs:

How Eratosthenes calculated the Earth’s circumference.

In the mid-20th century we began launching satellites into space that would help us determine the exact circumference of the Earth: 40,075 km.

But over 2000 years earlier, a man in Ancient Greece came up with nearly the exact same figure (39.250 km) using just a stick and his brain:

Na, war das nicht nett und einleuchtend?!
Wer das verstanden hat,
wird auch an der Astronavigation nicht scheitern.

Auch die folgenden Zusammenhänge gehören mit zu meinem Grundverständnis der Astronavigation:


Der Bildpunkt der Sonne ist der Casus Knacktus der Astronavigation.

Mir fiel das Verständnis für die Astronavigation erheblich leichter, als ich mir die ebene Schulgeometrie einfach auf die gekrümmte Erdoberfläche projiziert hatte und die Erkenntnis, dass die Winkelsumme des sphärisch-astronomischen Grunddreiecks mehr als 180 Grad betragen kann.

Bobby Schenks Buch, Astronavigation ohne Formeln praxisnah, hat mich 1988 dieses erlauchte ‘Handwerk’ im Selbststudium gelehrt, ohne jede sonstige Hilfe oder Anleitung. Einen Sextanten besaß ich zu dieser Zeit auch noch nicht. Das Buch ist der Schlüssel zum Erfolg.


  1. Ausgabe von 1977

und die 13. Auflage von 2008


….. beide Bücher zieren meine nautische Bibliothek

Ich habe auch heute noch Freude daran, dass ich mich an die Astronavigation herangetraut habe, auch wenn ich sie nicht mehr anwende. Gelegentlich werde ich wieder einmal, unter Zuhilfenahme eines künstlichen Horizonts, die Koordinaten meiner Dachterrasse ermitteln und mit der GPS-Position vergleichen.

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Chrono_Harrisson's_H1

Mit dieser bemerkenswert ganggenauen Uhr (H1 ca. 1730) von Harris begann die Längengradbestimmung der modernen Astronavigation.

Längengrad NULL = Prime Meridian:

Prime Meridian / heute in London

Prime Meridian / seit 1884 durch Greenwich/London
http://de.wikipedia.org/wiki/Nullmeridian

Kuestenwache

….. so ein Sextant macht doch was her,                  auch heute noch

Schade, dass die Astronavigation aus dem Sportbootalltag verschwunden ist. 99,9% aller Schiffsführer verlassen sich heute auf das Global Positioning System der USA. Ich glaube, das darf man auch, dennoch stelle ich mir immer ein Szenario eines kompletten Stromausfalls vor, der dann auch unsere GPS-Empfänger lahmlegt. Dann ist es doch gut, wenn man noch ASTRO-Kenntnisse hat. Nach vielen Jahren habe ich mich da wieder eingefuchst und auch ein Seminar abgehalten. Die Teilnehmer sind immer ganz überrascht, wie einfach das ist, wenn man sich ein wenig konzentrieren kann. Mehr als addieren und subtrahieren ist nicht erforderlich, inklusive der kleinen Schwierigkeit, dass ein Grad 60 Minuten hat und keine 100. Kein Wort von sphärischer Trigonometrie etc.

http://de.wikipedia.org/wiki/Astronomische_Navigation

Alles was man braucht, ist ein Sextant, es kann sogar einer aus Kunststoff sein  (habe einen von Davis ausprobiert und bin angekommen), eine sekundengenau gehende Uhr für die Feststellung der UTC, nautische Tafelwerke (z.B. HO249 und das Nautische Jahrbuch) und ein wenig Millimeterpapier (Din A4) für die künstliche Seekarte. Kursdreiecke und Bleistifte (HB) sind sowieso an Bord.

NAs_2008….. das Nautische Jahrbuch

Pub_No.249

….. die HO249 Tafeln (3 Bände)

oder mit Astrorechnern:

oder mit Windos PC SW
www.nautictools.de   (dalli klick)

oder mit APPS:

Die Beherrschung der Astronavigation, ohne elektronische Hilfsmittel, ist heute noch bei der Ausbildung der Marine und der Luftfahrt vorgeschrieben, obwohl die elektronische Navigation dort überall längst Einzug gehalten hat.

2011-11-01_122851


….. einer meiner beliebtesten Sinnsprüche

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sh. auch mein Seminar zur Astronavigation:


http://www.big-max-web.de/celestial-astro-navigation/
(dalli klick)

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